wieder aufgetaucht
30.11.2007
so, da simma wieda!
von mysore nach ooty waren's 160 km. um 730 morgens hat uns der bus am hotel abgholt. um 14:30 waren wir dann in ooty. das ist wohl ausreichend um den zustand der strassen und die geschwindigkeit des busses zu beschreiben. eigentlich kann man ueber ooty nur sagen: forget it!
das waren 2 tage die man zu grossen teilen vergessen kann.
ooty liegt ca. 2500m hoch. n bisschen nepal feeling ansonsten anscheinend ein beliebtes indisches ausflugsziel und von grund auf inlaendisch touristisch.
cart bahn, kirmes, tretbootfahren auf dem see, bustouren durch die "wildnis". eine attraktion war z.b. ein "artificial waterfall", der aus der rueckseite eine staudamms fiel und den nun wirklich keiner mehr - auch die inder nicht - fotogrfieren wollte.
im "djungle" gabs dann n paar pfauen, ne antilopenart und einen elefanten zu sehen, der zumindest nicht angekettet zu sein schien und tatsaechlich andeutungsweise den bus rammen wollte. das war's.
interessant sollte auch der englische golfplatz sein der den einheimischen als finanziell unerreichbar und elitaer praesentiert wurde.
wirklich interssant ist allein die tatsache, dass es sich bei diesem flecken erde - also die wald- und gebirgslandschaft um ooty herum - um einen der aeltesten gebirgszuege der erde handeln soll, aelter als das himalaya gebirge. diese wurde ja erst durch das andocken indiens an den asiatischen kontinent aufgetuermt. (und waechst wohl immer noch?!?!)
nachdem wir unser bis in die letzte ecke feuchtes und schimmeliges zimmer bezogen hatten ( immerhin keine kakerlaken und keine moskitos) sind wir los und n bisschen durch die stadt gezogen. eigentlich hatte ich bock endlich mal wieder n richtiges stueck fleisch zwischen die zaehne zu bekommen, was in dem staat tamil nadu, in dem ooty liegt, wegen der ueberwiegend christlichen tamilen auch moeglich schien. der besuch auf dem local market hat uns dann aber doch lieber vegetarisch essen lassen.
neben den bunten und in allerlei variationen aufgetuermten obst- und gemuesesorten gab's auch fisch, gefluegel, lamm und irgendwelche rindviecher.
wer schon auf solchen maerkten war, egal ob im nahen osten oder in asien, wahrscheinlich auch in sued- und mittelamerika, weiss wie dort fleisch und fisch aufbereitet und dargeboten wird. am beispiel lamm sei gesagt, dass anschaulich gezeigt wurde wie der weg vom suessen meckern ueber dass aufschlitzen, ausbluten, fell abziehen, welche noch blutend dann gestapelt wurden, ausnehmen zerteilen und in die auslage gelangen, verlaeuft. alles dinge, die bei uns schoen unter ausschluss der fleischessenden kundschaft ablaufen und als nette haeppchen im aldi oder beim metzger landen.
das ist ja auch alles ok, aber was zumindest mir den appetit auf fleisch voruebergehend genommen hat, war einfach nochmal die zustaende zu sehen mit denen das gewonnene fleisch glagert und praesentiert wurde. das zwischen den staenden auch - selbst halbtote und mit irgendwelchen hautgeschueren verunstaltete, halb benommen und blinde - ratten rumliefen war dann ein weiterer kleiner hinweis > iss vegetarisch bis du wieder in d bist, dann passiert auch nix. man koennte seine darmflora sicher schrittweise an das veraenderte bakerienspektrum gewoehnen, daoch innerhalb dieser kurzen zeit muss das nicht sein.
abgereist sind wir dann heute am fuehen nachmittag und zwar mit der "blue mountain train". ne suesse alte kleine dampflok mit 4 wagen. gott sei dank haben wir noch sitzplaetze bekommen. jede kleine luecke dieser wagen wurde dann noch gefuellt. so stell ich mir die metro in tokio vor. als sich der zug dann leerte war ich wirklich erstaunt wieviel leute in so einen kleinen wagen reinpassen. da verblassen solche wetten wie - wieviele menschen gehen in einen vw kaefer - alch lachnummer.
mit umsteigen und einer stunde warten sin wir jetzt im ca 150 km entfernten coimbattorre gelandet 15:oo bis 20:40. auch nicht gerade schnell - oder?
von hier aus geht's - nach dem besuch im internetcafe - im sleeperabteil des trivandrum expresszuges um 23:15 nach varkalla an den beach. das liegt ziemlich im sueden am arabischen meer und soll ganz nett sein. obwohl wir nach der letzten touri nummer wirklich keinen nerv mehr auf ne aehnliche nummer haben werden wir uns wahrscheinlich doch noch die backwaters ansehen und sei es ein tagesausflug von unserer beachlokation. dann ist aber auch gut mit "sehenswuerdigkeiten". die letzten tage werden wir uns an der kueste von beach zu beach hochhangeln und wahrscheinlich in anjuna noch helen - ne bekannte von alex saarlaendischen freunden besuchen. die betreibt ne jogaschule und kann massieren. das werden wir ausnutzen.
bis denne
die beiden unverwuestlichen bus- und bahnfahrer
alex und Doc







